Der Weg zum Dienstwagen

Es ist bekannt, dass sich mehr als die Hälfte aller deutschen Arbeitnehmer einen Dienstwagen wünscht. Bei den unter 30-Jährigen sollen es sogar 70 Prozent sein. Fast jeder dritte Beschäftigte soll den Arbeitsplatz mit Firmenauto attraktiver finden. Es wundert also nicht, wenn eine Vielzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ein Firmenfahrzeug mit dem Recht zur privaten Nutzung sogar auf Teile ihres Gehalts verzichten. Wie? Über die Gehaltsumwandlung.

Hier verzichtet die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter zu Gunsten eines Firmenfahrzeuges auf Teile des Gehalts und fährt den vom Arbeitgeber geleasten Geschäftswagen. Der Vorteil: Mitarbeiterin oder Mitarbeiter sparen nicht nur die Finanzierung des Fahrzeuges, sondern sie profitieren auch von den günstigen Großkunden-Leasingkonditionen des Arbeitgebers. Oft verknüpft mit einem Full-Service-Paket einschließlich Sommer- und Winterbereifung. Im besten aller Fälle wird dazu auch noch die Steuerlast reduziert.

Hier droht die Gefahr: Das Finanzamt schaut in solchen Fällen ganz genau hin. Wenn das Fahrzeug auch privat genutzt werden darf, muss man genau rechnen, ob sich das Ganze wirklich lohnt und rechtssicher ohne finanzielle Nachteile für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ermöglicht werden kann.

Dass es möglich ist, beweisen viele Einzelfälle. Möglich machte dies vor elf Jahren der Bundesfinanzhof (BFH, Az. VI B 83/97). Er stellte abschließend fest, dass die Gehaltsumwandlung – von Barlohn in einen Sachbezug – eine steuerlich zu berücksichtigende Gehaltsverwendung ist.

Demnach ist beim „Geschäfts- oder Firmenwagen per Gehaltsumwandlung“ ein Teil des Bruttogehalts mit den Leasingraten für ein Dienstfahrzeug zu verrechnen, das auch privat genutzt werden kann. Dies bedeutet, dass das Gehalt um den geldwerten Vorteil zu erhöhen ist.

Folge:

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich dadurch günstige Finanzierungen für ein Fahrzeug sowie steuerliche Vorteile ergeben.

Voraussetzung:

Dies ist arbeitsvertraglich genau zu regeln und bedarf der Anerkennung durch das zuständige Finanzamt.

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